SUB T-30.60

Explosionszeichnung

Aufbau

Das Gehäuse besteht aus 19 mm starken auf Stoß verleimten Brettern und einer 16 mm starken Schallwandaufdopplung (äußere Front). Zuerst werden in die Schallwand und die Schallwandaufdopplung die nötigen Ausschnitte gesägt und die Fasen angebracht.

Beim Aufbau wird mit einer Seitenwand begonnen. Daran werden Front- und Rückseite, Deckel und Tunnelbrett befestigt. Anschließend montiert man die Versteifungen und danach die zweite Seitenwand. Nun legt man das Gehäuse auf den Deckel und leimt die Seiten für den Basstunnel ein. Danach werden die beiden Bodenplatten montiert. Anschließend kann die vorbereitete äußere Front aufgeleimt werden. Die Abrundungen an der Öffnung des Bassreflexkanals sollen Strömungsgeräusch bei höheren Pegeln verringern.

Bei Verwendung eines Verstärkermoduls wird der für den Einbau nötige Ausschnitt in die Rückwand gesägt. Wird kein Aktivmodul verwendet, baut man in die Rückseite ein Anschlussterminal ST 77 ein.

Je nach Bauart des Verstärkermoduls kann es notwendig sein, eine räumliche Trennung zwischen Lautsprechervolumen und Verstärkermodul im Gehäuse vorzusehen. In diesem Fall muss das Gehäuse vergrößert werden, um das vorgeschlagenen Volumen für den Tieftöner nicht zu verändern.

Bedämpfung

Das Gehäuse wird mit 6 Matten Dämpfungsmaterial locker bedämpft, wobei der Bereich hinter dem Bassreflextunnel frei bleibt.

Zuschnittliste für 1 Box

Teile
Maße (mm)
Anzahl
Material: 19 mm Spanplatte oder MDF
Seiten
520 x 480
2
Deckel, Böden
337 x 480
3
Front innen
337 x 413
1
Rückwand
337 x 463
1
BR-Kanal Deckel
337 x 230
1
Versteifungen
337 x 80
2
Versteifung
394 x 80
1
Versteifung
212 x 80
1
BR-Kanal Seiten
50 x 249
2
Material: 16 mm Spanplatte oder MDF
Front außen
520 x 375
1

Gehäusezeichnung

Presse

Auszug aus Hobby HiFi 3/05 (TIW 300)

Visaton präsentiert den Nachfolger der über fast zwei Jahrzehnte höchst erfolgreichen 30-Zentimeter-TIW-Tieftöner. Die rechnerische lineare Maximalauslenkung von 7,5 Millimetern blieb dabei erhalten; im Grenzbereich darüber verhält sich der TIW 300 aber deutlich gutmütiger als sein Vorgänger. Damit erreicht er nicht nur die enorme Tiefton-Pegelfestigkeit des TIW 360, er übertrifft sie sogar. Durch eine schwerere Membran bei gleichzeitig verstärktem Antrieb gelang es Hausdorf, das für maximale Tiefbass-Ausbeute erforderliche Gehäusevolumen deutlich zu reduzieren : 80 bis 100 Liter reichen aus, um unter 30 Hertz noch vollen Schalldruck abzustrahlen; beim TIW 360 waren dafür bis zu 140 Liter erforderlich. Wirkungsgrad und untere Grenzfrequenz blieben im Vergleich zum Vorgänger unverändert. Einsetzbar ist der TIW 300 damit sowohl in ausgesprochen tiefbasspotenten Subwooferkonstruktionen als auch in großen Dreiweg-Konstruktionen, in denen er dank der relativ hohen möglichen Trennfrequenz auch mit einem kleineren Mitteltöner der 13-Zentimeter- Klasse zu kooperieren vermag. Fazit: Der TIW 300 ist ein würdiger Nachfolger des TIW 360 mit weitgehend gleichen akustischen Eigenschaften bei deutlich reduziertem Bedarf an Gehäusevolumen.

Auszug aus Klang+Ton 4/05 (TIW 300)

In der Messküche zeigt der TIW ein einwandfreies Ausschwingen, dazu fällt der für einen 30er gute Wirkungsgradmit einem Kennschalldruck von 92 dB auf. Der Frequenzgang verläuft vorbildlich glatt bis 1 kHz, dennoch sollte dem TIW ein derart weiter Einsatzbereich nicht zugemutet werden. Als Tieftöner in einer klassischen Dreiwege-Konstruktion bis ca. 400 Hz eingesetzt, sollte dieser wirklich hochwertige Bass hervorragend laufen. Dann kann man auch die K3-Spitze im Klirrdiagramm getrost vergessen, die bei 520 Hz und damit ausreichend hoch liegt. Insgesamt kann der TIW 300 mit Anfassqualität wie mit Messwerten überzeugen, so dass er in jedem Fall eine Überlegung wert ist.