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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der Fontana-Kegel


raphael
26.10.2008, 01:00
Hallo,

nun hat die K+T ja kürzlich einen ähnlichen Bauvorschlag veröffentlich, wo der Kegel aus Alu gedreht ist, bei der Fontana ist er aus Holz, bei B&O ist es (glaube ich) auch Alu. Muß ein solcher Kegel als Schallreflektor eigentlich wirklich so massiv sein oder könnte man einen solchen nicht auch z.Bsp. aus stärkerem Papier bauen und evtl. noch mit Bauschaum oder ähnlichem auffüllen?

Raphael

Siegfried
26.10.2008, 01:12
Hallo,

aus Papier würde ich das nicht unbedingt machen.

Wie wäre es mit Gips?
Auf der Töpferscheibe gedreht. Trocknen lassen und zum Schluß lackieren (Farbe oder Klarlack). Kann natürlich als vorletzten Schritt Polyester zur Festigkeit bekommen.

fabi
26.10.2008, 03:07
ab welcher Frequenz soll er denn wirken? stärkeres Papier (Pappe aus Hemden oder so) kommst du auf etwa 1kHz. Darunter ist bei den Teilen aber eh Beugung angesagt und das Ding ist eher ein Designelement.

Antwort auf die Frage: Ja, kann auch aus "Papier" mit Bauschaum sein.

fabi

We-Ha
26.10.2008, 08:44
Wobei ich nicht so sicher bin, ob der Bauschaum den Kegel gleichmäßig ausfüllen würde, ohne die Form zu 'vereiern'.

raphael
26.10.2008, 09:34
Ja, ok, Bauschaum vielleicht nicht, vielleicht kann man den Kegel auch irgendwie mit Gips oder sonstwas auffüllen. Mir geht es erstmal darum. möglichs günstig mit verschiedenen Formen zu experimentieren: Ganz simple: Vorhandene Box mit Breitbänder auf den Rücken legen und dann einfach mal verschiedene Kegel darüber, also entweder ein "richtiger" Kegel wie bei der Fontana oder etwas gewölbtes wie beim K+T-Vorschlag. Irgendwo habe ich hier auch noch eine Patentschrift, bei der sich jemand die Kontur eines solchen Reflektors patentieren hat lassen.

Raphael

We-Ha
26.10.2008, 09:52
Ich habe noch'n paar Ketchup-Deckel (die legendären) :)

ometa
26.10.2008, 12:08
Zum Experimentieren tuns auch Plaste-Trichter (ohne Einfüllstutzen) aus dem heimischen Küchenschrank.

Chaomaniac
26.10.2008, 12:24
Ja, den Trichter hatte ich auch schon im Kopf, allerdings als Gußform für Gips oder Spachtelmasse, ggf. auch mit etwas Gaze oder Käfiggitter armiert.
Bei Papier oder dünnwandigem Kunststoff hätte ich Angst, daß der Kegel ein akustisches Eigenleben entwickelt (ähnlich wie Lautsprechermembranen, anfällig dafür dürfte in erster Linie die direkte Strecke zwischen Kegelspitze und Kegeldeckel, sowie der Umfang am Deckel sein).

raphael
26.10.2008, 14:50
Um genau dieses Eigenleben zu unterbinden dachte ich ja gerade an ein Auffüllen mit einem Material, das aushärtet.

Raphael

Chlang
03.11.2008, 12:11
Hallo Rahael,

mit Pappkegeln habe ich auch schon mal experimentiert, bevor ich mir die aus Holz habe drehen lassen. Wenn du stabile Pappe nimmst und die dann mit Sand oder ähnlichem (was leichteres ist evtl. besser) füllst, dann hast du den Kegel schon ganz gut im Griff. Ich habe den dann einfach auf drei Schrauben aufgesetzt und die Höhe der Schrauben entsprechend variiert...

Falls dich meine Ergebnisse (nicht dokumentiert) interessieren: 45° für den Kegel und doppelter Radius in Bezug auf den Chassisdurchmesser waren bei mir klanglich optimal. Ich habe dann aber doch einen Direktstrahler gebaut, war einfach ansprechender in der Räumlichkeit - eben direkter, obwohl die Rundumstrahler ein schönes (eben manchmal zu schönes) Klangbild malen...

Grüße
Chlang