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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Form des Innenraumes von LS ....


FFlo
08.01.2003, 13:50
Hallo,

man sagt oft, es sei völlig egal, wie der Raum für den TT innen im Lautsprechers aussieht - wichtig sei nur das Volumen, nicht die Form.

O.k., ganz egal ist es wohl nicht - abhängig von der Form kann es ja zu verschiedenen stehenden Wellen kommen. Obwohl, werden diese nicht relativ gut unterdrückt durch Dämpfungsmaterial?

Wie groß sind denn die Auswirkung der Innenraum-Form eines LS auf den Klang?
- minimalst, praktisch vernachlässigbar? oder
- gering aber hörbar?

Kann man wohl nicht so pauschal sagen, oder?

[Ich frage hauptsächlich aus Neugier - hat aber auch einen konkreten Hintergrund:
Wie in einem anderen Thread erwähnt, würde sich bei meinen LS u.U. ein dünner Schlitz im Volumen für den TIW ergeben zwischen Schallwand und Umleitungsbrett für den BR-Kanal.]

*winkt wie immer http://www.visaton.de/ubb/smile.gif*

Florian

We-Ha
08.01.2003, 13:57
Naja, so dünn wäre der Schlitz auch nicht, bei deinen 100 mm mehr Tiefe wäre der Schlitz dann ....na ???

FFlo
08.01.2003, 15:58
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Naja, so dünn wäre der Schlitz auch nicht, bei deinen 100 mm mehr Tiefe wäre der Schlitz dann ....na ???[/quote]

Na ja, die Schallwand ist ja 5cm dick http://www.visaton.de/ubb/smile.gif http://www.visaton.de/ubb/rolleyes.gif

Aber ich will jetzt mal lieber aufhören, hier Weltrekorde im "Was-Niemanden-Interessiert(? http://www.visaton.de/ubb/smile.gif)-Sagen" aufzustellen http://www.visaton.de/ubb/smile.gif

Flo

NoName
08.01.2003, 16:30
hallo florian,

gewagtes thema http://www.visaton.de/ubb/wink.gif

es gibt leute, die sind der meinung, die gestaltung des volumens hätte tatsächlich auswirkungen. mit der argumentation und der hörbarkeit wirds allerdings schwierig, wenn der effekt nicht eindeutig bzw. isoliert betrachtet werden kann. ich hab schon mitteltöner gehört, bei denen ich nicht mal im traum an sowas denken würde. da scheiterts schon an ganz anderen sachen.

- sind die wände nicht parallel, kann sich keine stehwelle bilden.
- strahlt das chassis nicht auf eine parallele rückwand, sind reflexionen wohl auch ausgeschlossen.
- ist das innenvolumen offen oder verhältnismäßig groß, ist ein druckstau im volumen nicht zu erwarten.
- ist die schallwand schmal und grenzen die wände dicht an das chassis, ist ein druckstau hinter der membran denkbar. dies könnte zu einseitiger belastung und verformung führen.
- strahlt ein mt-chassis direkt und ohne bedämpfung in ein br-rohr, könnten diese schallanteile den direktschall negativ beeinflussen
- läßt sich ein br-tunnel ohne parallele wände bauen, kann sich auch hier keine stehwelle bilden

wenn sich dies alles ohne weiteres umsetzen läßt, beruhigt es sicher das gewissen. übertreiben sollte mans jedoch auch nicht.

gruß

frank

FFlo
08.01.2003, 16:59
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>- läßt sich ein br-tunnel ohne parallele wände bauen[/quote]

Nein, nicht das auch noch http://www.visaton.de/ubb/wink.gif http://www.visaton.de/ubb/smile.gif ... ich hab schon genug Probleme mit einem normalen BR-Kanal..... http://www.visaton.de/ubb/wink.gif

Flo

NoName
08.01.2003, 17:03
wie wärs mit horn-reflex? da finden sich auch tolle argumente für *lach*

We-Ha
08.01.2003, 17:03
Dann bau ihn doch ohne Wände, Deckel und Boden..... http://www.visaton.de/ubb/biggrin.gif

NoName
08.01.2003, 19:12
offene schallwände haben auch ihren reiz http://www.visaton.de/ubb/smile.gif

maha
09.01.2003, 10:03
Hallo!

Was bewirken eigentlich die von B&W patentierten "tapered Tubes"? (Z.B. Nautilus-Schnecke)

Gruß, maha

maha
09.01.2003, 13:45
Hi!

"tapered Tubes"... na schau ma mal....
Eventuell fällt mir dazu etwas ein.

Auf die Schnelle heruntergetippert (Patent pending. *lol*)

1.) Konventionelle Gehäuse:
Ein 64 Liter Gehäuse könnte 40*40*40 cm aufweisen.
Daraus folgt: unterhalb von etwa 425 Hz beginnt die Druckkammer.
Daraus folgt: Da ja ein linearer Output quadratisch steigende Hübe erfordert, steigt der quasi-statische Gehäuse-Innendruck um 12Db/(fallender Oktave).
Ist Wurst! Denn der Treiber arbeitet oberhalb der mech. Reso. Die gespeicherte Federarbeit wird also wieder abgegeben.

Moment!! Aber sie ist vorhanden... was biegeweiche Membranen im Takt zur Bassauslenkung vorspannt.
Jetzt die Kardinalfrage: Ändern sich die Mitteltoneigenschaften einer Membrane durch andersfrequente mechanische Vorspannungen??? Ich meine: klar!

2.)Unkonventionelle Gehäuse:
Zum Beispiel ein 4m langer Kegel, Grundfläche 500cm² --&gt; Volumen 66 Liter.

Wo beginnt denn bei diesem Gehäuse die Druckkammer? Rund um 40 Hz? Oder sind´s 60?
Egal, jedenfalls _viel_ tiefer.
80 Hz können sich noch als Welle ausbreiten. Zwei Schnellemaxima stehen bereit, um mechanisch bedämpft zu werden.

- Was weggedämpft wurde... das ist weg! Wärme.
- Nix Druckkammer --&gt; nix Vorspannung --&gt; nix Mittelton-Eigenschaftsänderung der Membrane durch BassHub.

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Ja ja, die Innenraumgestaltung ist wurst! *gg*

Gruß, maha

PS: kein PS

maha
09.01.2003, 13:46
Hi!

Doch ein PS:

Das laaaange Gehäuse eignet sich als Helmi-Feder nicht so gut!!

Gruß, maha

maha
09.01.2003, 13:54
Noch ein PS:

TMLs weisen keinen GehäuseInnenDruck auf! (vereinfacht) Der BMT kann daher "unbelastet" aufspielen!
Die internen Dämpfungs-Eigenschaften der Membrane bei 1000 Hz bleiben erhalten, auch wenn manchmal Bass beigemischt ist.

Gruß, maha

PS: und immer schön simulieren!
PPS: Alles maha-Schwachsinn, zumindest gröbstens vereinfacht.

maha
09.01.2003, 14:24
http://images.animfactory.com/animations/machines/tools/floor_jack_up_down_md_wht.gif

Pump Up The Volume!

grinsenden Gruß, maha... der sich einen fundierten Gegenschlag erwartet.

Edit: Wie bindet man "Witzgrafiken" direkt ein?

[Dieser Beitrag wurde von maha am 09. Januar 2003 editiert.]

NoName
09.01.2003, 15:51
hallo maha,

da windet sich ja gerade das hirn http://www.visaton.de/ubb/wink.gif

&gt; 1.) Konventionelle Gehäuse:
Ein 64 Liter Gehäuse könnte 40*40*40 cm aufweisen.
Daraus folgt: unterhalb von etwa 425 Hz beginnt die Druckkammer.
Daraus folgt: Da ja ein linearer Output quadratisch steigende Hübe erfordert, steigt der quasi-statische Gehäuse-Innendruck um 12Db/(fallender Oktave).

kannst Du das nochmal etwas weiter ausführen? die nautilus ist ein offenes volumen, oder?

&gt; Jetzt die Kardinalfrage: Ändern sich die Mitteltoneigenschaften einer Membrane durch andersfrequente mechanische Vorspannungen??? Ich meine: klar!

meine persönliche meinung: auch ja.

die auswirkungen des problems sind jedoch kontextabhängig - kleine breitbänder im mini-gehäuse.

grunz... äh... gruß

frank

We-Ha
09.01.2003, 16:38
@Maha, da kann ich kontern, so:

http://images.animfactory.com/animations/machines/tools/floor_jack_up_down_md_wht.gif

Nachzuschauen über'n Edit Knopp.

maha
09.01.2003, 16:45
@ Frank Noname!

Häng´ einmal ein Mike in ein 40*40*40cm großes Gehäuse, das einen 10zöller beherbergt.

Und dann häng´ es in eine TML... in der ein identer 10er werkelt.

Ich hab´s noch nie getan. Aber ich vermute(?), dass ich das Resultat kenne.
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Wende:
Sind beide TTs bei 150 Hz tiefgepasst... dann ist es wurst, denn Mitteltoneigenschaften sind nicht mehr gefragt.
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"Nautilus" sehe ich nicht unbedingt als ´offenes´ Volumen. Nur Laaang, und wenig hoch und breit.

--&gt; Wellenausbreitung möglich
--&gt; Wellen erwischt die mech. Bedämpfung gut
--&gt; gut erwischt ist fast pfutsch
--&gt; fast Pfutsch ist: "nix Feder, nix Gegendruck".

´tschuldigung!

Gruß, maha

maha
09.01.2003, 16:54
Nachtrag...

Harte Membranen ändern ihre "Mittelton-Eigenschaften" unter BassDrücken weniger bis kaum.
Dafür resonieren sie oberhalb kräftig. Das aber, das ist nur ein Messwert!!!

Gruß, maha

maha
09.01.2003, 16:59
@ We-Ha!

Was tät´ ich ohne Tischler?
mhmm? Klar, die am Boden liegende Tastatur bedienen! *ggg*

Gruß, maha

We-Ha
09.01.2003, 17:17
Und was machtest du ohne Bettler ?? Jetzt sag nicht, auf dem Boden pennen.

maha
09.01.2003, 17:27
We-Ha!

Nö! Ganz sicher nicht! Aber mein Bett ist selbstgebaut.... aus verleimtem Schiffboden.

´Drüber, an der Decke, da schwebt ein 55erTV, genau im richtigen Winkel.

Die alten Römer speisten im Liegen....
Ich TVe horizontal! Dadurch wird die mechanische KotzHochkomm-Komponente beim Betrachten von CNBC, Bloomberg oder NTV geringer.
Btw: es ist nur 3 Schritte bis zum Bad! *ggg*

Gruß, maha

NoName
09.01.2003, 17:34
hallo maha,

klingt plausibel. ein ähnliches phänomen dürfte sich bei bassreflex zu hornreflex zu fully backloaded zeigen. die (gedachte) oberfläche einer kugelwelle würde jeweils auf andere verhältnisse treffen -&gt; könnte aber auch anders sein.

&gt; Sind beide TTs bei 150 Hz tiefgepasst... dann ist es wurst, denn Mitteltoneigenschaften sind nicht mehr gefragt.

einspruch... im grundtonbereich tut sich trotz tiefpass noch einiges. es überlagert sich der vom tt abgestrahlte schall mit dem vom mitteltöner (meist unangenehm zeitversetzt!!). die auswirkungen dieses effekts hängen natürlich wieder von den rahmenbedingungen ab.

&gt; Harte Membranen ändern ihre "Mittelton-Eigenschaften" unter BassDrücken weniger bis kaum.
Dafür resonieren sie oberhalb kräftig. Das aber, das ist nur ein Messwert!!!

das darf ich jetzt nicht kommentieren *kicher*

&gt; "Nautilus" sehe ich nicht unbedingt als ´offenes´ Volumen. Nur Laaang, und wenig hoch und breit.

ein umgedrehtes horn mit ohne reflexion am hinteren ende? darüber hinaus vermeidet diese form parallele wände. eine mögliche reflexion wird diffus verworfen. raue oberflächen manchmal besser als glatte?!

gruß

frank

maha
09.01.2003, 17:49
Hi No-Frank!

Du meinst: einspruch... im grundtonbereich tut sich trotz tiefpass noch einiges. es überlagert sich der vom tt abgestrahlte schall mit dem vom mitteltöner (meist unangenehm zeitversetzt!!). die auswirkungen dieses effekts hängen natürlich wieder von den rahmenbedingungen ab.

Puhh..., so weit bin ich noch nicht. Eventuell in 2 Wochen? Oder 2 Jahren....

Gruß, maha

NoName
09.01.2003, 18:03
hallo martin,

ist aber nicht schwer...

schau Dir vielleicht auch mal meinen letzten beitrag im "schade!"-thread an.

frage: warum klingts so, wies klingt?
übersetzt: was macht das ohr aus dem schall, den es geliefert bekommen? wie produziert ein lautsprecher diesen schall?

meßmöglichkeit: www.dynamic-measurement.de (http://www.dynamic-measurement.de)

bedeutet: das einschwingen entscheidet, nicht die amplitude selbst

aber: wann ist wo wieviel von welcher amplitude?

oder anders: wie ist die signalfolgsamkeit des trommelfells?

hoher anteil an direktschall =&gt; hohe folgsamkeit ggü. dem lautsprecher

jedoch: lautsprecher nicht unbedingt hohe folgsamkeit ggü. eingangssignal

weitere fragen? *schmunzel*

gruß

frank

maha
09.01.2003, 18:57
@ No-Frank!

Antwort, ein kleines Teilproblem betreffend....

Der massegehemmte Schwinger wird IMMER Einschwing"Probleme" haben. Der Federgehemmte bedeutend weniger.

Jetzt ´mal auf Millisekunden umgerechnet... Die Signalfolgsamkeit im Bass wird plötzlich wichtig. Weil geringste Verschiebungen der Phase relativ bedeutende "Millisekunden"-Fehler bewirken.......
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Ich sollte mal wieder das ´Trockene´ einer echten Orchesterpauke aufsaugen (???).

Gruß, maha

NoName
09.01.2003, 19:36
@ja-ha... äh... martin

&gt; Der massegehemmte Schwinger wird IMMER Einschwing"Probleme" haben. Der Federgehemmte bedeutend weniger.

ich ahne, was Du sagen willst. könntest Du es in Deinen worten nochmal näher beschreiben?

&gt; Jetzt ´mal auf Millisekunden umgerechnet... Die Signalfolgsamkeit im Bass wird plötzlich wichtig. Weil geringste Verschiebungen der Phase relativ bedeutende "Millisekunden"-Fehler bewirken.......

das zielt ja jetzt wahrscheinlich schon in richtung örpz, oder?

da sehe ich die erklärung etwas anders und würde den ur-betriebs nicht zum idealen prinzip erklären wollen. ein großer vorteil sind zwar die abmessungen. viel entscheidender finde ich jedoch die extrem große membranfläche und das fehlen eines resonators. grund: hoher strahlungswiderstand und daher chance auf erste wellenfront auch im tt-bereich; resonator wirkt als zusätzliche schallquelle mit eigenem ein-/ausschwingverhalten =&gt; der ton wird unter umständen länger!! -&gt; xls mit schwerer passiv-membran http://www.visaton.de/ubb/smile.gif

beim hifi-einsatz ergibt sich aber das problem eines (möglicherweise) gepressten sounds aufgrund der starken federwirkung. so richtig locker dürfte das nicht kommen. dazu wäre mein vorschlag ein belüftetes gehäuse mit einer art fließwiderstand und viel membranfläche bei mittlerer membranmasse und weicherer aufhängung... eventuell aus kleinen chassis?!

beim örpz siehts etwas anders aus. der strahlungswiderstand ist so extrem hoch, daß ohnehin kein (übertriebenes) einschwingen wie beim "weichen" hifi-chassis stattfindet. außerdem zählen im mobilen einsatz die kompakten abmessung viel stärker.

ansonsten... hör Dir mal einen sub (&lt; 80hz) ohne tops an. ich hör da fast nur anschlag und wenig ton. daher halte ich ein knackiges ansprechen mit großer amplitude und guter dämpfung der membranbewegung für sehr vielversprechend.

&gt; Ich sollte mal wieder das ´Trockene´ einer echten Orchesterpauke aufsaugen (???).

in was für räumen stehen solche pauken denn für gewöhnlich? *zwinker*


ich gebe zu bedenken... bisher nur alles hören und naiver menschenverstand... man könnte jedoch frech werden und sagen, die bücher stimmen. sie vergessen nur die zeitachse in ihren formeln.

gruß

frank