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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Auswirkung der Gehäuse-Resonanz bei der grossen Atlas


johnjay82
09.02.2003, 15:18
Hallo,

Frage: wie wirkt sich die Gehäuse-Resonanz der grossen Atlas aus?

Und :

Wie kann man diese bedämpfen/eliminieren OHNE einen Innentreiber einzubauen?

Grüsse
Dennis

SDJungle
09.02.2003, 15:23
Die Frage kannst Du dir eigentlich schon selbst beantworten: Warum hat Visaton den Innentreiber vorgesehen? Weil man damit mehr Geld verdient oder weil es dieses Problem wesentlich einfacher und besser löst als über Modifikationen der Gehäuseform/Bedämpfung?
Der Innentreiber dient ja außerdem zur Anpassung des Basses an die Raumverhältnisse - das wird man auf anderem Wege kaum so einfach hinbekommen. Und bei diesem LS ist diese Anpassung absolut notwendig.


Gruß
Stefan

[Dieser Beitrag wurde von SDJungle am 09. Februar 2003 editiert.]

johnjay82
09.02.2003, 15:51
Nun...Ich werde mal meine Frage etwas spezifizieren:

Ich hätte nämlich vor, das Gehäuse der grossen Atlas als Subwoofer-Gehäuse(darüber mag man denken, was man will...ich finde, dass es hübscher aussieht, als diese würfel-förmigen Gehäuse) zu nutzen.
Deshalb, stellt sich nun die Frage, was man gegen diese Resonanz anstellen kann. Würde ein Trennbrett mit einigen Öffnungen anstelle des Innentreibers schon ausreichen, um diese zu entschärfen?


Grüsse
Dennis

Frank S
09.02.2003, 15:57
Der Innentreiber sollte unbedingt beibehalten werden weil dieser außer für die Resonsnzunterdrückung auch nopch für den Kickbass zuständig ist.

Der Effekt bei Absenkung des 250ers ist deutlich hörbar!

Für den Klang der Box ist der 250er fast noch wichtiger als der 400er.

VISATON
09.02.2003, 16:00
Das Atlas-Gehäuse hat eine stehende Welle bei 90 Hz. Die ist so stark, dass eine Schallabstrahlung in diesem Bereich sehr schwach ist. Dagegen ist kein Kraut gewachsen. Wir haben es früher mit BR-Rohren an verschiedenen Stellen und ganz starker Bedämpfung in der Mitte versucht - kein Erfolg. Nur der Innentreiber funktioniert hervorragend.

Wenn das Gehäuse allerdings nur als Subwoofer bis 80 Hz dient, ist der Innentreiber nicht notwendig.

Admin

johnjay82
09.02.2003, 16:04
@Visaton
Danke! Gibt es vielleicht Frequenzgangmessungen davon?

Grüsse
Dennis

Reim
09.02.2003, 16:14
Hallo Denis

eine einfache Formeln c=lampda*f hilft hier schnell.

Die Atlas ist innen ca. 1.60m hoch. Die erste Resonenzfrequenz läßt sich schnell berechnen, denn der Abstand der benachbarten Seitenwände entspricht lampda/2. Das bedeutet, dass nach o.g. Formel die erste Resonanzfrequenz bei ca. 100Hz entsteht und jede weitere bei einem ganzahligem Vielfachem.

Also selbst bei einem Subwoofer, der genau diesen Frequenzbereich bearbeitet, kann hier dem Problem nicht ausreichend entgegen getreten werden.

Thomas

Mr.E
09.02.2003, 17:39
Es sei denn, das Gehäuse hat andere Abmessungen, die so kurz sind, dass erst ab einer viel höheren Frequenz stehende Wellen auftreten können. Dann gibt es erst gar keine.

We-Ha
09.02.2003, 19:41
Oooooooooooooh, der Lernprozess ist ein fortschreitender....

Battlepriest
09.02.2003, 21:10
Hallo Visaton,

was ist denn von der Timmermannsmethode zu halten? So rein theoretisch müsste man mit nem internen Helmholtzresonator doch tatsächlich diese Resonanz auch in den Griff bekommen. Die Frage ist natürlich, wieviel dieser schlucken kann...

Gruß
Frank

johnjay82
09.02.2003, 21:12
@Battlepriest

eine sehr gute Idee!!! http://www.visaton.de/ubb/smile.gif

@Visaton
Ihr könntet das ja mal testen!

Grüsse
Dennis

Battlepriest
09.02.2003, 21:21
kleiner Nachtrag:

Vielleicht sollte ich diese Frage wieder zurücknehmen. Wenn der interne Resonator nix taugt, so ist HH etwas pikiert. Und letztlich verkauft Visaton das eine oder andere Chassis durch deren Bauvorschläge.

Und wenn er doch was bringt, so wird Visaton immernoch 2 TIW250 pro Riesenatlas weniger http://www.visaton.de/ubb/biggrin.gif

harry_m
09.02.2003, 21:51
Meine Atlas steht zwar, aber ich fragte mich immer wieder: was wird eigentlich passieren, wenn man die obere und untere Wand im 45Grad Winkel zu vertikalen Achse aufstellen würde? Selbstverständlich mit kompesation des verlorenen Volumens. Mein Wissen Reicht da nicht aus, aber was sagen dazu die Sachkundige?

Und was passiert, wenn man diese durch die 45Grad eingebaute Böden entstandene Volumen für diesen Helmholz-Resonator verwenden würde?

johnjay82
09.02.2003, 21:51
Also erstmal muss Visaton nochmal ein paar Messungen durchführen, damit schon mal klar ist, wie stark die Resonanz ist. Dann können wir weiter sehen. Ich könnte mir vorstellen, dass der Helmholtzresonator funktioniert. Einen Versuch wäre es wert.
Allerdings frage ich mich immer noch, wie sich die Resonanz klanglich auswirkt.
Weil wenn sie den Pegel reduziert, kann es ja nicht soooo schlimm klingen, oder macht es sich als dröhnen bemerkbar?
Wie gesagt, werde ich das Gehäuse exakt nachbauen...nur dann halt als Subwoofer gebrauchen. Die obere Trennfrequenz läge dann allerdings bei ca. 120 Hz... Aber da muss ich noch mal schauen, ob mein DolbyDigital-Decoder da nicht noch niedriger trennen kann.

Grüsse
Dennis

MrWoofa
09.02.2003, 22:47
Hallo Leute,

Messungen von wegen Resonanzen und schrägen Gehäusewänden hat Visaton bereits gemacht. Ergebnis: Null,. Bringt nix. Mal die suchfunktion anwenden: schräg, pyramide, stehende Welle sowas in der Richtung.

Grüße, http://members.aol.com/MrWoofa/mrwoofasmall.gif


Meine Homepage! (http://www.mrwoofa.de.vu)

harry_m
10.02.2003, 09:24
Hey, muss ich mir mal ansehen: denn wenn die Pyramide auch nicht funktioniert, so will ich wissen, wie in dieser Form sich eine stehende Welle ausbilden kann.

Was den Helmholz Resonator betrifft, so fällt mir da eine Frage ein, die ich aus den Artikeln des Herrn Timmermanns nicht herausgelesen habe:

- ist das Volumen des Resonators zum Volumen der Box dazuzurechnen oder nicht?

Falls die Antword "JA" lautet, so könnte es Ansatz einer Lösung für hohe Boxen sein.

Im "Nein"-Fall kann man die Diskussion eigentlich beenden.

[Dieser Beitrag wurde von harry_m am 10. Februar 2003 editiert.]