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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Plattenspieler: Probleme plötzlich aufgetaucht


GluBBer
11.01.2003, 16:27
Hallo Leute!

Ich hab ein paar Probleme mit meinen Plattenspielern bekommen. Und zwar greifen sie von manchen Platten die tiefen Töne nicht mehr sauber ab. Die Bässe klinnegn denn nur noch wie ein Knarren. Und bei manchen Platten bleibt er neuerdings einfach haken, also spielt das lied nicht weiter. Ich hab schon neue Spitzen ausprobiert, die helfen auch nichts. Wisst ihr vielleicht eine Lösung?

PTebbe
11.01.2003, 17:02
Hallo,

was ist das für ein Plattenspieler?

Du scheinst jedenfalls die Auflagekraft und das Antiskating verstellt zu haben; bzw. wenn die Auflagekraft gegen "Null" geht, wirkt das Antiskating ggf. so stark, dass die Nadel den Tonarm nicht mehr nach innen führt.

Gruß
Peter

GluBBer
11.01.2003, 17:15
Also es ist sind 2 Reloop RP 3000 MK3. Also ich hab auch festgestellt, dass der Bass etwas besser wird, wenn ich das Antiskatingrad höher einstelle. Also ich hab mal den Tonarm um 2 mm angehoben, aber auch wenn man das rückgängig macht, verändert sich nichts.

PTebbe
11.01.2003, 18:09
Sorry,

Rellop sacht mir jetzt gar nichts; hat das was mit DJ-Plattenspielern zu tun?

Wenn also solche DJ Tonabnehmer drin sind, sollte die Auflagekraft hoch eingestellt sein, versuchs mal mit 3 gramm, eventuell noch höher. Die Antiskatingkraft sollte damit korrespondieren; meist zeigt der Einstellmechanismus zur Auflagekraft entsprechende Skatingwerte - so eine skallierte Einteilung - wenn das nichts hilft, hast du womöglich die Tonabnehmer geregelt.

Gruß
Peter

GluBBer
11.01.2003, 18:50
Was meinst du mit "Tonabnehmer geregelt"?
Ja, das sind DJ-Plattenspieler.

PTebbe
11.01.2003, 21:29
Naja, Nadelträger verbogen oder sowas.
Und wenn der Abtastdiamant nicht exakt in der Rille geführt wird, kann er auch die Informationen nicht mehr korrekt austasten; wenn du Pech hast, schneidet der Diamant dir ne neue Rille in das Vinyl http://www.visaton.de/ubb/frown.gif

Gruß
Peter

Nuggets
11.01.2003, 22:00
Hi Glubber!

Ich hab den Reloop RP 2000 MKII mit dem Ortofon Concorde DJ S. Die Auflagekraft beträgt 3 Gramm, wobei das den besten Kompromiss zwischen Klangqualität und Verschleiß darstellt. Das Anit-Skating ist bei mir auf 0. So, der Plattenspieler ist sicher alles andere als solide aber mit einem vernünftigen System (wie ich meines erachte) taugt er als Hifi-Spieler schon. Mehr mache ich auch nicht damit.
Leider ist jetzt beim Plattenabspielen eine 50Hz-Brummschleife drinnen. Ich weiß nicht wieso, aber sie ist da. Ich habe den Plattenspieler schon am Verstärker geerdet, wobei der Verstärker selbst geerdet war. Keine Verbesserung.
Wie Frank S einmal sagte, können sich Massebrummschleifen einstellen, wobei ich dann die Verstärkererdung an der Steckdose getrennt habe, so dass jetzt der Verstärker und der Plattenspieler immer noch auf dem selben Potential liegen. Keine Verbesserung.
Die Brummschleife kommt aber erst, sobald ich die Nadel aufs Vinyl setze. Also muss das Vinyl kapaztiv sein!?
Insgesamt ist aber der Klang bei mir sehr ausgewogen; wenn dann bekomm ich eher zuviel Bass als zu wenig, was dann auf das System zurück zu führen sein dürfte.
Ich weiß nur, dass z.B. ein Technics SL 1200 (MKII) nicht umsonst so teuer ist.
Naja, ich weiß, dass ich dir nicht weiter geholfen habe; wenigstens hast du einen Leidensgenossen gefunden.

Vielleicht kann aber mir noch jemand helfen.

Danke,

Nuggets

broesel
11.01.2003, 22:38
Hi.
Bei unsersen Technics - Spielern haben wir den Massedraht intern auf eine der Cinch - Massen gelegt. Und zwar prophylaktisch bei allen, die ausgeliefert wurden. Es gab nie Ärger mit brumm. Ob das bei den Nachbauten auch funktioniert, weis ich aber nicht.

( Die Technics hatten also dann keine extra Masseleitung mehr.)

Gruß.

SDJungle
12.01.2003, 00:41
Als mehrfacher SL1210-Besitzer hat man ja noch so ein paar Tricks aus alten Tagen auf Lager, was das Brummprob bei aufgelegter Platte angeht:
Nimm mal einen schmalen Streifen Alufolie, falte/lege eine Hälfte unter die Matte, also zwischen Matte und Plattenteller und die andere zwischen Platte und Matte - so hast Du die (Gummi)matte als Isolator überbrückt und im Normalfall Ruhe. http://www.visaton.de/ubb/wink.gif

Gruss
Stefan

broesel
12.01.2003, 00:52
Da verkauft man seit Jahren Plattenspieler, aber das die manchmal erst brummen, wenn man die Nadel auf die Platte quetscht, ist mir ehrlich gesagt neu. Ich werde gleich mal kontrollieren, ob wir hier noch Gleichspannung auf den Steckdosen haben. ( War in den Anfangsjahren der Elektrifizierung so. 110V DC.) Man lernt also nie aus.

Gruß.

GluBBer
12.01.2003, 10:00
Ich hab meine Plattenspieler an dem Mischpult geerdet. Da hatte ich noch keine Probleme mit Brummschleifen. Ich denke ich werde jetzt einfach mal die Spitzen austauschen und die Platten, die ich nicht mehr verwenden kann, ausm Set rausschmeissen. Wie oft wechselt ihr denn so eure Spitzen?

Nuggets
12.01.2003, 13:41
bei meinem Ortofon (habe es seit Mitte des letzten Sommers) habe ich die Spitzen noch nicht gewechselt, werde es auch nicht so schnell tun. Zwar ist mein Turntable täglich im Betrieb (nur HIFI), aber, wie schon gesagt, ist die Auflagekraft so niedrig eingestellt, dass es keine Probleme mit dem Verschleiß geben sollte.
Welches System hast du?

Nuggets

GluBBer
12.01.2003, 14:44
Ich hab das Ortofon DJ S System. Ich benutz das aber zum Mixen. Vielleicht ist das scratchen etwas schädlich für die Nadeln.

Nuggets
12.01.2003, 15:14
Für das Ortofon Concorde DJ S beträgt die (empfohlene(bewusst dieser Ausdruck)) Lebensdauer einer Spitze 300 Betriebsstunden.

GluBBer
12.01.2003, 20:22
Vielen Dank für eure Hilfe. Ich werde wohl noch n bisschen ausprobieren müssen.