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raphael
23.10.2004, 19:47
Die spinnen doch alle samt, die Amerikaner: :D

http://www.passdiy.com/pdf/KleinHorn.pdf

Wer stellt sich soetwas bitte schön hin ohne geschieden zu werden? :cool:

Raphael

We-Ha
23.10.2004, 19:50
Na, jemand, der noch garnicht verheiratet ist ?

web-seb
23.10.2004, 20:26
Wär das nix für den B200?:D


Wenn ich so viel Platz hätte würde ich mir was anderes reistellen, das ist sicher.

Farad
23.10.2004, 20:27
Wenn ich den Raum hätte, würde ich nicht zögern Hörner aufzustellen. Ich träume von einem halbwegs isolierten, großen, gut bedämpften Kellerraum der sich PERFEKT abdunkeln lässt. So, daß man wirklich NUR Musik hört. Und sonst nicht viel mitbekommt von der Umgebung. *träum*

farad

web-seb
23.10.2004, 21:56
Horn ja, auf jeden Fall. Aber nicht so ein Riesen-Teil mit einem Mitteltöner drin.

Benny
24.10.2004, 03:58
Ich sage nur "J- Low" mit JX92S...

We-Ha
24.10.2004, 08:37
Original geschrieben von Farad
Wenn ich den Raum hätte, würde ich nicht zögern Hörner aufzustellen. Ich träume von einem halbwegs isolierten, großen, gut bedämpften Kellerraum der sich PERFEKT abdunkeln lässt. So, daß man wirklich NUR Musik hört. Und sonst nicht viel mitbekommt von der Umgebung. *träum*

farad Was ist so anders an Hörnern, das man davon träumt ? (ich nehme mal an, es geht hier nicht um Albträume?)

Farad
24.10.2004, 14:50
@We-Ha,

das ist nicht so einfach zu beschrieben. Haben schon ne ganze Menge leute vor mir probiert. Das Klangbild ist einfach anders.

Der B200 wird von einer ganzen Menge Leuten gemocht, weil er stark bündelt. Das Problem ist leider: Er Bündelt Bässe garnicht, Höhen wie verrückt. Das Ergebnis ist dieser spezielle Höreindruck, der zwar interessant ist, aber nicht das richtige ist für mich. Besser ist also etwas, das über alle Frequenzbereiche bündelt. Der Sound ist dann wieder ganz ähnlich wie bei einer normalen Box, nur dass der Raum eben viel weniger Einfluß hat. Wir wissen ja inzwischen fast alle, dass der Raum wirklich sehr einflußreich ist und dass es sich also lohnt ihn so weit wie möglich auszublenden.

Der nächste und eigentlich entscheidende Punkt ist, die große Membranfläche. Man kann sich den Hornmund wirklich wie eine große Membran vorstellen und soviel Membranfläche im Mittel und Hochtonbereich macht einfach Freude! Man bekommt mit wenigen Milliwatt einfach Lautstärken hin, bei denen andere Lautsprecher schon schwer "pumpen". Und damit mein ich nicht abgefahrene Discopegel, sondern ganz normales Musikhören.

Leider sind die Teile groß. Aber einen Kompromiss muß man eingehen. Und bei der Wahl KLANG oder KLEIN entscheide ich mich GANZ klar für für KLANG. Sonst würd ich über Bose hören. Meine Altas200 und deine Whys sind ziemlich sicher ganz ordentliche Kompromisse dazwischen. Aber eigentlich muß einem die größe egal sein, wenns darum geht richtig Sound zu haben.

gute Bilder -> großer, guter Fernseher
guter Sound -> große, gute Lautsprecher

So ist das leider.

gruß, farad

joensd
24.10.2004, 15:25
Die spinnen doch alle samt, die Amerikaner:
Für mich ist Nelson Pass sowas wie ein kleiner Einstein für die Audiotechnik.
Er hat zig Patente angemeldet und entwickelt für viele Firmen Verstärker und hat seine eigene Serie Verstärker/Lautsprecher (Rushmore).
Spinnt? Vielleicht ein wenig. Einstein war bestimmt auch nicht ganz sauber. Mit "Amerikanern" hat das aber wenig zu tun.

Und wenn ich mein Geld mit Audiotechnik verdienen würde und ne grosse Werkstatt/Firma hätte, würde ich sicherlich auch mal was grösseres bauen.
"Forschung" bzw. Experimente sind doch gerade das, was das Lautsprecher-Hobby interessant machen, oder?

Gruss
Jens

Farad
24.10.2004, 15:30
Das Problem an der "Forschung" ist, dass es wenig gibt. Weil: Es ist so ziemlich alles erforscht. Akustik ist nicht wirklich kompliziert, als Spezialgebiet der Physik ziemlich durch. Was heute noch passiert sind neue Konzepte die von dicken Herstellern entwickelt werden und dann jeweils als eierlegende-Wollmilchsau angepriesen, obwoh das "neue Konzept" schon vor Jahrzehnten bekannt war.

Was "wir" bastler da in unseren Kellern zusammenbasteln können ist zwar interessant, aber leider nur für Leute die keine Ahnung davon haben. Nen studierten Elektroakustiker mit Erfahrung wird nur wenig davon begeistern. Das meiste ist auf den zweiten Blick doch reichlich simpel. ;) Alle kochen nur mit Wasser...

gruß, farad

Frankynstone
24.10.2004, 15:53
Ich glaube, dass vieles, was Nelson Pass bastelt, trotz gegenteiliger Behauptungen, volles Programm von Voodoo ist. Aber es macht Spaß. Ich hab fast alle Articles on was auch immer downgeloadet. Einfach, weil es so freakig ist. Zeit müsste man haben ... und den Raum dafür.

Grüße

der Möchtegernexperimentator

DerAlteDachs
24.10.2004, 15:59
Hören würd ich so ein Monstrum ja doch gerne mal :D

Das Pass`sche J-Low mit dem Jordan schein ja nicht sonderlich gut zu funktionieren. Hier (http://www.audiodiskussion.de/foren/hoerner/msg.php?idx=12188) kann man was dazu lesen.

harry_m
24.10.2004, 16:39
Also, wenn der Mann tatsächlich im Raum hört, wo die Dinger abgebildet sind, wundert es mich wenig: Parkett und kahle Wände sind da nicht gerade hilfreich...

FuManChu
24.10.2004, 18:09
Den Raum redet er sich als nicht soooo kritisch zurecht, außerdem würden die Leinwände der Bilder und die anwesenden Personen wieder einiges wettmachen......er ist halt ein Ästhet.

Ich habe genau das gleiche gedacht als ich das Statement gelesen habe, außer einem 20er BB klingt da nix gut.

Wolfram 2
25.10.2004, 19:43
@Farad
Prinzipiel gebe ich dir Recht, daß die Physik mit der Konverntionellen Akustik, wie bei den Lautsprechern, recht weit ist. Aber wenn man das dann mit den Randgebieten z.B. der Biologie verknüpft, steht der Mensch wieder einmal am Anfang der Unendlichkeit. Da ist noch sehr viel Spielraum...
Und wo wir gerade bei Raum sind, da ist auch bei weitem nicht das letzte Wort gesagt. Gerade bei dem Bau von Häusern und der damit verbundenen Akustik, die man vielleicht doch direkt berücksichtigen sollte, gibt es noch viel zu lernen. Wenn ich mal bauen sollte ist das schon mal das erste, wo meine Zukünftige dran glauben muß (nicht wörtlich).

Also, unterschätze nie das Wissen, das wir nicht haben, nur weil wir nicht wissen, das es existiert. (Zitat eines meiner Profs ;-) )

Farad
26.10.2004, 03:15
@Wolfram

ach, für so Aussagen bin ich glaub fast schon ein wenig zu viel Ingenieur. Das Problem ist bei Akustik und insbesondere Bauakustik nicht, dass wir nicht wissen wie es geht. Das Problem ist, dass das geforderte zu teuer und nicht ästhetisch ist. Es gibt eine ganze Anzahl von Büchern über Raumakustik und Schallschutz im Hochbau, es gibt eine ganze Menge an Büchern über Elektroakustik, man kann es einfach studieren, wenn man möchte. (TU-Berlin beispielsweise) Auch wenn man den Menschen miteinbezieht, gibt es Literatur. Beispielsweise "Musik im Kopf" von Manfred Spitzer ist da immer wieder gerne genannt und sehr nett zu lesen.

Es ist schon sehr viel Wissen vorhanden, das aber beim einfachen Musikhörer im Mediamarkt einfach nicht ankommt. Ihm ist es auch egal. Es soll bummen und zischen und alles andere ist gleich. Schade ist nur, dass die wenigsten nicht merken, wie gut es sein könnte. Das ist auf anderen Gebieten anders. Wer mal einen Porsche probegefahren hat, der weiß wenigstens, dass sein Ford Fiesta eine Krücke ist, die meisten Musikhörer glauben aber leider immernoch, dass Mediamarkt und Bose das Ende der Fahnenstange sind.

Mir solls aber gleich sein. Ich hab inzwischen ein wenig gelernt wie es gehen könnte, gegen die Werbung anzurennen hat keinen Sinn. Schön, wenn es noch Produzenten gibt, die gute Platten aufnehmen. Konzerte sind trotzdem schöner.

gruß, farad

walwal
26.10.2004, 09:40
Original geschrieben von Farad
@Wolfram

Schön, wenn es noch Produzenten gibt, die gute Platten aufnehmen. Konzerte sind trotzdem schöner.

gruß, farad

Leider hast Du Recht, war letztes WE im grossen Sendesaal des Hessischen Rundfunks und habe das "Geburtstagskonzert", 75 Jahre RSO) angehört, danach hab ich meine Boxen verachtet!