Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Acrylglas bearbeiten, bohren und polieren
Hallo,
ich hab da eine Arbeit vor der Brust, die von mir noch nicht erworbene Fähigkeiten verlangt.
Um ein Rack für mehrere Verstärker und einen HTPC zu bauen, muss ich Acrylglas bearbeiten. Das recht hohe und breite Rack soll eine zweiflügelige Verglasung mit eben Acrylglas erhalten.
Die Schnittkanten sehen erheblich wertiger aus, wenn sie poliert sind. Gibt es da heimwerkertaugliche Erfahrungswerte (also mit so typischen Werkzeugen, wie Band- Schwing oder Excenterschleifer) und Acrylglaspolitur (die hab ich schon im Bastelkeller), wie man dies bewerkstelligen kann. Oder sollte man die Kanten besser vom Profi polieren lassen?
Dann überleg ich noch, wie die Acrylscheiben gehalten werden sollen. Es gibt Glasbeschläge, die klemmen die Scheibe mittels einer Klemmschraube. Ob das Acryl das auf Dauer mag oder irgendwann doch reißt? Und es gibt solche, wo recht große Bohrungen eingebracht werden müssen - ca. 25 - 30 mm. Dafür verfüge ich eigentlich nicht über geeignetes Werkzeug; es sei denn, Acrylglas kann mit Forstnerbohrern bearbeitet werden. Aber da hab ich nur eine Baumarktqualität zur Verfügung.
Wer weiß Rat? :)
Danke und Gruß
Peter
Hi!
Also nach meiner Erfahrung kannst du Acrlyglas mit Forstnerbohrern ohne Probleme bearbeiten.
Zumindest habe ich schon in eine 8mm Platte ein 30er Loch gebohrt.
Ging gut bei ganz langsamer Drehzahl mit kleinem Vorschub...(so dass das Glas nicht schmilzt
Hi Mister_Head
Ah, danke. Bei dem Preis des Materials möchte in nämlich keine Experimente machen.
Gruß
Peter
nass schleifen ist für die Kanten angesagt, dann polieren.
Kostet Zeit!
Meine Empehlung: nicht Acrylglas, sonder Polycarbonat nehmen, ist leichter zu bearbeiten und wesentlich bruchsicherer.
Soweit mir bekannt ist, werden die Kanten von den Profis (zumindest denen, die ich mal gefragt habe) mit einem Heißluftgebläße sozusagen 'zum Schmelzen' gebracht.
Aber das erfordert natürlich jede Menge Training.
Die Kanten bearbeite ich (nach dem Zusägen) mit der Schwabbelscheibe + Polierpaste. Das ist einigermaßen effektiv und die Kanten werden IMHO perfekt.
Bernhard
Danke für die Antworten! :)
Das Anschmelzen klingt wirklich nicht nach Hobbybastelei.
Nassschleifen und polieren könnte ich mir da schon vorstellen.
Fürs Polieren von 5 lfdm. Kanten will ein Lieferant 20 Euro (klingt dann nach Anschmelzen); dass scheint mir da wirklich nicht zuviel, wenn ich mir die Arbeit mittels schleifen und polieren vorstelle.
Hat denn noch jemand Erfahrung mit der Verwendung von Glasbeschlägen; sollte man die Variante mit dem Bohren machen, oder funktioniert ggf. auch die Klemmvariante (bei der ich skeptisch bin)?
Gruß
Peter
istec1003
28.10.2004, 20:44
habe folgendes gefunden: http://www.lichtplatten24.de/webshop.htm
-> massivplatten ->kantenpolitur
vielleicht findest du ja auch ne halterung :confused:
ich finde das projekt auf jeden fall interessant, würde mich über weitere infos (vielleicht sogar bilder oder zeichnungen) freuen.
Beschlagmäßig würde ICH die Variante mit den 'gebohrten' nehmen, denn das ist die sicherste Seite, denn da kann nichts auseinanderrutschen !
@istec2003
Der Link ist interessant; preislich liegen die etwas oberhalb von Angeboten auf ebay. Bei Mindermengen - also weniger als eine komplette Platte von ca. 2 m² - nehmen die einen Verschnittaufschlag von 35 %.
Da die eine Acrylpolitur anbieten, um die Kanten auf hochglanz zu bringen, sollte das auch mir mit etwas Üben gelingen.
@WeHa
Ja, die gebohrten wirken schon beständiger und bei den geklemmten hab ich die Befürchtung, dass das Acryl irgendwann unter dem Druck der Klemmschraube reißt.
Gruß
Peter
DerAlteDachs
28.10.2004, 22:40
Vielleicht hilft dir das hier weiter : Info-Center/FAQ von Röhm (http://www.roehm.de/de/plexiglas?content=/de/plexiglas/service/info_center)
(bischen runterscrollen, da gibts Verarbeitungshinweise als Download)
McBandit
28.10.2004, 22:49
Hatte selbiger Problem neulich auch mal: Mein Plexi-Spezi hatte aber eine Maschine ( Ähnlich den Tischfräsen aus der Schreinerwerkstatt ), wo mit einem Diamantbestückten Werkzeug die Kanten ein paar Zehntel "übergehobelt" wurden - sah von den Spänen her zumindest so aus.
Der Heißluftfön kommt nur an runden Ausschnitten und ähnlichen, für die Maschine nicht zugänglichen Stellen, zum Einsatz !
Gruß McB
@DerAlteDachs
Danke, der Link war schon sehr hilfreich;
@McBandit
Mit einer Diamantbestückten Maschine spart man sich da ne Menge Arbeit.
In dem Link wird beschrieben, dass man dreistufig schleifen soll (zuletzt mit 400er - 600er) und dann mit geeigneten Polituren polieren kann. Das ist die Option für den Hobbybastler :)
Gruß
Peter
äh, ich kann zum wiederholten male nur zum Einsat von Makrolon raten. Es ist zum einfachen Bearbeiten auf Werkzeugmaschinen gefertigt.
Suche nach Makrolon müßte den Thread von Mr.Woofa zum Vorschein bringen, da habe ich eigentlich alles gesagt. Naß polieren ist ideal.
farad
Nur mal so: Makrolon ist Polycarbonat;)
Gibt auch andere Markennamen.
Plexiglas (Acrylglas) splittert und bricht,
Polycarbonat dagegen nicht
(ein Reim, ein Reim:D )
Nach berechtigter Kritik von Mr woofa optimiert (Vers)
Mein Gott, so früh klappt das halt noch nicht:)
Original geschrieben von walwal
Nur mal so: Makrolon ist Polycarbonat;)
Gibt auch andere Markennamen.
Plexiglas (Acrylglas) splittert und bricht,
Polycarbonat dagegen nicht
(ein Reim, ein Reim:D )
Nach berechtigter Kritik von MrWoofa optimiert (Vers)
Hallo,
aber Acryl ist doch eher der Glasersatz; sprich: kratzfestere Oberfläche (hin und wieder wird ja auch staubgewischt)?
Gruß
Peter
Acryl ist nicht kratzfest, PC auch nicht.
http://www.dienerelectronic.de/de/lexikon/lexikon-eintrag-379.html
http://www.plexiglas-hecker.de/de/Zuschnitte.html
Es gibt PC kratzfest beschichtet. CDs/DVDs sind aus PC.
Hallo,
ich meinte "kratzfest" nicht als absolute Eigenschaft, sondern "kratzfester" als "Bastlerglas" (Polystyrol) oder eben Makrolon (Polycarbonat).
Letzteres kann ich aus Zeiten meiner Modellbaukarriere als Material für Karosserien; ziemlich widerstandsfähig,gegen mechanische Einwirkungen, aber doch relativ leicht zu zerkratzen.
Polystyrol habe ich als sehr zerbrechlich kennengelernt. Und es ist nicht wirklich klar und ziemlich kratzempfindlich.
Normals Floatglas ist mir doch unter Unfallgesichtspunkten zu gefährlich und ESG ist mir erheblich zu teuer. Da ist Acrylglas doch ein Kompromiss, denke ich.
Gruß
Peter
@walwal
Danke, ich denke, dass Acrylglas meine Anwendung recht gut trifft.
Gruß
Peter
ok
Ich mag das Zeug nicht, weil es so leicht splittert, aber bei Dir ist es wohl dicker und hält gut. Teuer ist sowohl Acryl und PC.
Ich würde die Scheiben mit den Klemmbeschlägen wie für Glas befestigen, also ohne Bohrung.
Kratzer kann man ja herauspolieren.
Viel Spass und Erfolg
Hallo,
wie gesagt ist es als Front für ein Rack gedacht. Das steht dann zudem noch hinter der Theke (und die hinter der Theke haben ja immer den klaren Kopf ;) ).
Hauptsächlich geht es mir darum, dass die Geräte nicht so einstauben können. Ständig die Verstärker rausziehen und abstauben ist mir zu aufwändig.
Leichten Verschnitt (sprich Gebrauchsspuren) bin ich bereit zu aktzeptieren. Und hin und wieder mal ein bißchen Politur drauf.
Ich mach jetzt mal meine Erfahrungen. :D
Danke für die Tipps und Hinweise.
Gruß
Peter
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