Alt 03.05.2005, 17:52   #1
mamuesp
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Aktiv geregelter Lautsprecher

Ich habe mir schon die Finger wundgegoogelt, finde aber nix ... vielleicht kann mir hier jemand weiter helfen.

Gibt es irgendwo Projekte, Ideen, Skizzen oder Anregungen zum Thema Selbstbau aktiv geregelter Boxen? Also zumindest für den TT - bei MT/HT wird's ja wirklich sehr feinwerktechnisch ...

Jetzt bin ich mal gespannt!

Gruß, Manfred
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Alt 03.05.2005, 18:03   #2
Frank
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Auf so eine Idee kann echt nur ein Elektrofuzzi kommen Selbst xxx ist daran kläglich gescheitert, wie erst kürzlich bei audioavid nachzulesen war. Wahrscheinlich gibt es keine Berichte von funktionierenden Systemen, weil es schlicht keine gibt

Geändert von VISATON (27.11.2006 um 13:01 Uhr)
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Alt 03.05.2005, 18:52   #3
Farad
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Ich habe davon schon öfters gelesen... ich meine zumindest im dickason was darüber gelesen zu haben.

ich meine schon, dass es da funktionierende Sachen gab. Sie waren nur sehr aufwendig, deswegen hat mans nicht weiter verfolgt.

farad
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Alt 03.05.2005, 18:55   #4
tiki
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Numa langsam, gabs und gibts doch!
Hier oder hier oder hier oder hier oder hier oder im hifi-forum, dort mal suchen.
Es sind natürlich kaum Bauanleitungen, eher Abhandlungen und "reports" über mehr oder weniger gelungene Projekte. Bei MT und HT wird es auch regelungstechnisch interessant, nicht nur mechanisch.
Gruß, Timo
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Alt 03.05.2005, 19:23   #5
raphael
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Natürlich gibt es das! T+A hatte soetwas auchmal. Ist schon ein paar Jahre her. Das traurige ist, daß sich soetwas damals nicht verkaufen lies. Ansonsten guckst Du mal in Föllingers Regelsungstechnik, da steht alles drin, weas man für soetwas brauch. Mit einem hübschen DSP kann man da bestimmt etwas bauen, was unschlagbar ist.
Naja, das traurige daran ist immer, genau wie mit der jetzt in Mode kommenden elektronischen Raumkorrektur, daß es das meistens schon mal gab, es wurde gebaut, keiner wolltes es haben und jetzt schreien alle danach. Vermutlich wirds mit der aktive Regelung genauso sein. In ein paar Jahren überschlagen sich stereoplay & Co damit, soetwas zu fordern.

Raphael
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Alt 03.05.2005, 19:47   #6
BN
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Hallo,

die bekanntesten aktiv geregelten Systeme waren wohl die Lautsprecher von Backes&Müller (heute : Silbersand). Das Ganze wurde vor vielen Jahren in einem Artikel in der Zeitschrift "Funkschau" (kennt die überhaupt noch jemand?) relativ ausführlich erklärt. Wenigstens die ersten B&M Systeme funktionierten mit kapazitiver Membrangegenkopplung. D.h. vor den (leitfähigen) Membranen war ein Gitter in der Form der Membran montiert. Das Gitter wurde elektrisch aufgeladen und die Ladungsverschiebung bei der Membranbewegung wurde dann abgegriffen. Das Ganze funktioniert aber alles andere als gut. Es wird zum einen ein systembedingter Klirrfaktor eingebracht und die erreichbaren Gegenkopplungsfaktoren waren auch bei B&M eher dürftig.

Was einfacher geht, ist die Gegenkopplung von Tieftönern. Dazu kann man beispielsweise ein Elektretmikro auf die Membran kleben oder direkt vor der Membran montieren. Damit lassen sich relativ einfach Systeme aufbauen, die wenigstens prinzipiell funktioneren. So etwas gabs von ALR und Meyersound hat meines Wissens auch so ein System im Programm.

Ansonsten ist es halt angewandte Regelungstechnik. Und es hängt sehr stark von den eingesetzten Chassis ab. Am besten funktioniert es mit Chassis die eigentlich gar keine Regelung benötigen.

Grüße
Bernhard
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Alt 03.05.2005, 20:07   #7
mamuesp
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@tiki: Danke! Genau so etwas suchte ich. Mal sehen, ob was draus wird ...

Also, ich muß wohl noch mal etwas zum Hintergrund sagen: Rätseltechnik hab' ich vor Jahren gehört - und sogar ein bißchen was davon verstanden. Fazit: alles ist ein PT2-Glied ...

Gegenkopplung macht Backes und Müller heute noch (Silbersand ist übrigens ein - neudeutsch - Spinoff) - und ich habe selbst hier ein Paar Backes und Müller rumstehen (BM 7) - leider ist eine Box hinüber (schätze, da sind ein paar Elkos den Alterstod gestorben). Diese hatte aber noch vor kurzem funktioniert - und solch räumlich sauber auflösenden Boxen habe ich sonst in meinem Leben nicht gehört (bis auf größere BMs natürlich ...). Das ist für mich das Nonplusultra ...

Neulich hatte ich in meinen alten Elktronik-Ordnern (damals malten wir die Schaltpläne noch auf Papier, echt!) ein paar Skizzen zu einer aktiven Gegenkopplung gefunden - nun wollte ich mal nachhaken, wie man das zu führende Signal aufnehmen kann (Mikro, Lichtschranke etc.). Denn wenn man das richtig macht, kann man sich URPS und Linkwitz-Entzerrung sparen - das macht dann der Regelkreis. Wenn er richtig kalibriert ist ...

Mal gucken, was ich so finde.

Gruß, Manfred
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Alt 03.05.2005, 20:35   #8
BN
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Zitat:
Original geschrieben von mamuesp
Denn wenn man das richtig macht, kann man sich URPS und Linkwitz-Entzerrung sparen - das macht dann der Regelkreis. Wenn er richtig kalibriert ist ...
Das ist schon richtig. Für einen URPS habe ich mal eine Regelung realisiert. Da geht es besonders einfach. Den Sensor bildete ein kleines auf die Membran geklebtes Elektretmikro. Im Prinzip funktionierte das gar nicht mal so schlecht. Aber es hatte auch so seine Eigenheiten: wenn ein Gegenstand unmittelbar vor der Membran stand, konnte es passieren, das der Sub einen Pfeifton von sich gab oder wenn man vor dem Sub in die Hände klatschte, versuchte er das Geräusch natürlich auch (mit großen Hüben) auszuregeln

Grüße
Bernhard
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Alt 03.05.2005, 20:53   #9
geist4711
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im bass- und mittelton- bereich könnte man da ja doppelschwingspulen LS nehmen, aber im ht bereich?
2. schwingspule eben als induktiver 'fühler'und darüber die gegenkopplung steuern.
mfg
robert
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Alt 03.05.2005, 21:08   #10
BN
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Zitat:
Original geschrieben von geist4711
im bass- und mittelton- bereich könnte man da ja doppelschwingspulen LS nehmen, aber im ht bereich?
2. schwingspule eben als induktiver 'fühler'und darüber die gegenkopplung steuern.
So richtig wird das nícht funktionieren, weil die erste Schwingspule eine Spannung in die 2. induziert und dann bleibt noch das Problem mit dem inhomogenen Magnetfeld im Luftspalt. Das soll ja durch die Gegenkopplung ebenfalls kompensiert werden, aber wie, wenn der Sensor aus dem gleichen Grund ebenfalls nichtlinear arbeitet.

Grüße
Bernhard
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Alt 03.05.2005, 21:20   #11
mamuesp
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Die Sache mit dem Piezo werde ich weiter verfolgen. Mit aufgeklebtem Mikro habe ich auch schon mal hantiert - allerdings sind die beschriebenen Effekte eben nicht ganz ohne - wenn da wer in die Box hustet, wölbt es die Membran nach außen ...

Gruß, Manfred
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Alt 03.05.2005, 23:06   #12
Farad
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hab das jetzt nicht weiter verfolgt hier, ich hab davon keine Ahnung. Aber: Ich hab ein pdf, das dich interessieren könnte. mail mich an.


EDIT: NEIN! Ich hab den Link wieder gefunden. Das Elektor-Projekt müßte dir gefallen!!

http://wilffo.at/audiotechnik/elektr...tsprecher.html



farad
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Alt 04.05.2005, 00:21   #13
geist4711
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interessant bei dem artikel, ist die 2mm bohrung im gehäuse bei geschlossenem system ;-)
mfg
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Alt 04.05.2005, 00:57   #14
raphael
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Hatte jetzt noch keine Zeit, die hier verlinkten Artikel zu lesen, aber wäre nicht eine optische Lösung sinnvoller, um z.Bsp. dem "Klatschproblem" ausm Weg zu gehen?

Raphael
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Alt 04.05.2005, 02:49   #15
Frankynstone
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Also gegenkopplungen von der Membran zum Verstärker hat man IMHO zu DDR-Zeiten schon mit Piezo-Beschleunigungssensoren gemacht.

Aber ich kann nur zustimmen, die optische Lösung hat was. Gute Gebellichtschranken (evtl. Eigenbau) schaffen 250 kHz, also genug Bandbreite für zumindest den Bassbereich. Dann muss nur noch ein linearer Graukeil oder eine geschickt gestaltete Blende an die Membran geklebt werden, der dann in der Schranke herumfuchtelt.

Eine bessere Linearität ist mit einem magnetischen Flussbrücker zu erreichen. Nach diesem Prinzip funktionieren die aktuellen magnetischen Tonabnehmer von Grado, nähere Informationen auf deren Homepage.
__________________
PN-Box ist voll, bei Bedarf E-Mail: Frankynstone(ätt)gmx(punkt)de
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