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Alt 28.10.2004, 16:30   #1
PTebbe
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Registriert seit: 10.2001
Beiträge: 1.192
Acrylglas bearbeiten, bohren und polieren

Hallo,

ich hab da eine Arbeit vor der Brust, die von mir noch nicht erworbene Fähigkeiten verlangt.
Um ein Rack für mehrere Verstärker und einen HTPC zu bauen, muss ich Acrylglas bearbeiten. Das recht hohe und breite Rack soll eine zweiflügelige Verglasung mit eben Acrylglas erhalten.

Die Schnittkanten sehen erheblich wertiger aus, wenn sie poliert sind. Gibt es da heimwerkertaugliche Erfahrungswerte (also mit so typischen Werkzeugen, wie Band- Schwing oder Excenterschleifer) und Acrylglaspolitur (die hab ich schon im Bastelkeller), wie man dies bewerkstelligen kann. Oder sollte man die Kanten besser vom Profi polieren lassen?

Dann überleg ich noch, wie die Acrylscheiben gehalten werden sollen. Es gibt Glasbeschläge, die klemmen die Scheibe mittels einer Klemmschraube. Ob das Acryl das auf Dauer mag oder irgendwann doch reißt? Und es gibt solche, wo recht große Bohrungen eingebracht werden müssen - ca. 25 - 30 mm. Dafür verfüge ich eigentlich nicht über geeignetes Werkzeug; es sei denn, Acrylglas kann mit Forstnerbohrern bearbeitet werden. Aber da hab ich nur eine Baumarktqualität zur Verfügung.

Wer weiß Rat?

Danke und Gruß
Peter
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Alt 28.10.2004, 16:48   #2
mr_head
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Registriert seit: 04.2002
Ort: 59368 Werne
Beiträge: 229
Hi!

Also nach meiner Erfahrung kannst du Acrlyglas mit Forstnerbohrern ohne Probleme bearbeiten.
Zumindest habe ich schon in eine 8mm Platte ein 30er Loch gebohrt.
Ging gut bei ganz langsamer Drehzahl mit kleinem Vorschub...(so dass das Glas nicht schmilzt
mr_head ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.10.2004, 16:57   #3
PTebbe
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 10.2001
Beiträge: 1.192
Hi Mister_Head

Ah, danke. Bei dem Preis des Materials möchte in nämlich keine Experimente machen.

Gruß
Peter
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Alt 28.10.2004, 17:10   #4
walwal
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 01.2003
Ort: Offenbach/ Main-Land
Beiträge: 15.855
nass schleifen ist für die Kanten angesagt, dann polieren.
Kostet Zeit!
Meine Empehlung: nicht Acrylglas, sonder Polycarbonat nehmen, ist leichter zu bearbeiten und wesentlich bruchsicherer.
walwal ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.10.2004, 17:29   #5
We-Ha
Moderator
 
Registriert seit: 09.2001
Ort: NW 44579 Bastelkeller
Beiträge: 11.045
Soweit mir bekannt ist, werden die Kanten von den Profis (zumindest denen, die ich mal gefragt habe) mit einem Heißluftgebläße sozusagen 'zum Schmelzen' gebracht.
Aber das erfordert natürlich jede Menge Training.
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Tipps & Tricks für alle Wastels in Wolfgangs Bastelkeller , denn wie der Schreiner kann es keiner
Ich habe Probleme für alle Lösungen !!! .-- ....
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Alt 28.10.2004, 18:14   #6
BN
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 01.2003
Ort: München
Beiträge: 982
Die Kanten bearbeite ich (nach dem Zusägen) mit der Schwabbelscheibe + Polierpaste. Das ist einigermaßen effektiv und die Kanten werden IMHO perfekt.

Bernhard
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Alt 28.10.2004, 19:05   #7
PTebbe
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 10.2001
Beiträge: 1.192
Danke für die Antworten!

Das Anschmelzen klingt wirklich nicht nach Hobbybastelei.
Nassschleifen und polieren könnte ich mir da schon vorstellen.

Fürs Polieren von 5 lfdm. Kanten will ein Lieferant 20 Euro (klingt dann nach Anschmelzen); dass scheint mir da wirklich nicht zuviel, wenn ich mir die Arbeit mittels schleifen und polieren vorstelle.

Hat denn noch jemand Erfahrung mit der Verwendung von Glasbeschlägen; sollte man die Variante mit dem Bohren machen, oder funktioniert ggf. auch die Klemmvariante (bei der ich skeptisch bin)?

Gruß
Peter
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Alt 28.10.2004, 20:44   #8
istec1003
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 04.2004
Ort: Oben, bei Mutti...
Beiträge: 577
habe folgendes gefunden: http://www.lichtplatten24.de/webshop.htm
-> massivplatten ->kantenpolitur

vielleicht findest du ja auch ne halterung

ich finde das projekt auf jeden fall interessant, würde mich über weitere infos (vielleicht sogar bilder oder zeichnungen) freuen.
istec1003 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.10.2004, 21:35   #9
We-Ha
Moderator
 
Registriert seit: 09.2001
Ort: NW 44579 Bastelkeller
Beiträge: 11.045
Beschlagmäßig würde ICH die Variante mit den 'gebohrten' nehmen, denn das ist die sicherste Seite, denn da kann nichts auseinanderrutschen !
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Alt 28.10.2004, 22:32   #10
PTebbe
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 10.2001
Beiträge: 1.192
@istec2003
Der Link ist interessant; preislich liegen die etwas oberhalb von Angeboten auf ebay. Bei Mindermengen - also weniger als eine komplette Platte von ca. 2 m² - nehmen die einen Verschnittaufschlag von 35 %.
Da die eine Acrylpolitur anbieten, um die Kanten auf hochglanz zu bringen, sollte das auch mir mit etwas Üben gelingen.

@WeHa
Ja, die gebohrten wirken schon beständiger und bei den geklemmten hab ich die Befürchtung, dass das Acryl irgendwann unter dem Druck der Klemmschraube reißt.

Gruß
Peter
PTebbe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.10.2004, 22:40   #11
DerAlteDachs
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 08.2002
Ort: NRW
Beiträge: 595
Vielleicht hilft dir das hier weiter : Info-Center/FAQ von Röhm
(bischen runterscrollen, da gibts Verarbeitungshinweise als Download)
__________________
Greets
DaD
DerAlteDachs ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.10.2004, 22:49   #12
McBandit
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 02.2004
Beiträge: 35
Hatte selbiger Problem neulich auch mal: Mein Plexi-Spezi hatte aber eine Maschine ( Ähnlich den Tischfräsen aus der Schreinerwerkstatt ), wo mit einem Diamantbestückten Werkzeug die Kanten ein paar Zehntel "übergehobelt" wurden - sah von den Spänen her zumindest so aus.

Der Heißluftfön kommt nur an runden Ausschnitten und ähnlichen, für die Maschine nicht zugänglichen Stellen, zum Einsatz !

Gruß McB
__________________
Ich bin keine Signatur,
ich putz hier nur !
McBandit ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.10.2004, 23:25   #13
PTebbe
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Registriert seit: 10.2001
Beiträge: 1.192
@DerAlteDachs
Danke, der Link war schon sehr hilfreich;

@McBandit

Mit einer Diamantbestückten Maschine spart man sich da ne Menge Arbeit.

In dem Link wird beschrieben, dass man dreistufig schleifen soll (zuletzt mit 400er - 600er) und dann mit geeigneten Polituren polieren kann. Das ist die Option für den Hobbybastler

Gruß
Peter
PTebbe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.10.2004, 01:28   #14
Farad
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 09.2001
Beiträge: 5.775
äh, ich kann zum wiederholten male nur zum Einsat von Makrolon raten. Es ist zum einfachen Bearbeiten auf Werkzeugmaschinen gefertigt.

Suche nach Makrolon müßte den Thread von Mr.Woofa zum Vorschein bringen, da habe ich eigentlich alles gesagt. Naß polieren ist ideal.

farad
Farad ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.10.2004, 07:48   #15
walwal
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Registriert seit: 01.2003
Ort: Offenbach/ Main-Land
Beiträge: 15.855
Nur mal so: Makrolon ist Polycarbonat
Gibt auch andere Markennamen.

Plexiglas (Acrylglas) splittert und bricht,
Polycarbonat dagegen nicht
(ein Reim, ein Reim )

Nach berechtigter Kritik von Mr woofa optimiert (Vers)

Geändert von walwal (29.10.2004 um 08:09 Uhr)
walwal ist offline   Mit Zitat antworten
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