MONITOR 890 MK III

Art. No. 5957
4676,70
(Paar)

Explosionszeichnung

Aufbau

Das achteckige Gehäuse sieht komplizierter aus, als es in Wirklichkeit ist. Alle Schmiegen (bis auf zwei Ausnahmen mit 45°) werden in demselben Winkelanschlag geschnitten (22,5°). Beim Einrichten der Säge sollte das Blatt ein wenig über 22,5° eingestellt werden. Dadurch wird sichergestellt, dass die Schmiegen an der Außenseite wirklich dicht sind.

Als erstes werden in die zugeschnittenen Bretter die entsprechenden Ausschnitte gesägt, und zwar die zwei Durchmesser für die Basslautsprecher, die rechteckige Aussparung für den Reflextunnel und die beiden für die Pegelregler.

Nun wird der Korpus ohne Boden und Deckel aufgebaut. Beim Verleimen wird reichlich Klebeband zum Fixieren der Seitenwände benötigt. Die Teile für den Bassreflextunnel, die vier Versteifungen an den Seitenwänden und die senkrecht durchgehenden Versteifungen (50 mm breit) an der Schallwand werden eingepasst. Der Boden muss dann an den fertig verleimten Korpus angepasst werden, da ein millimetergenauer Zusammenbau des Korpus kaum möglich ist. Nun werden die senkrechten Versteifungen mit dem Boden und die Versteifung zwischen Schall- und Rückwand verleimt.

Der Deckel mit dem Ausschnitt für das Anschlussterminal für Hoch- und Mitteltöner wird angepasst und verleimt. Die beiden Frequenzweichenplatinen werden auf der Rückwand gegenüber dem unteren Basslautsprecher befestigt. Für die Verkabelung der Hörner reicht ein Querschnitt von 1,5 mm² aus. Vom Terminal zu den Platinenund zu den Tieftönern sollte Kabel mit 2,5 mm² Querschnitt verwendet werden.

In den rechteckigen Ausschnitt der Deckplatte wird ein Doppelterminal zum Anschluss der Mittel- und Hochtonhörner eingesetzt. Die beiden vergoldeten Brücken müssen hierfür natürlich entfernt werden.

Das Mitteltonhorn wird mit den drei zylindrischen Boxenfüßen auf die Deckelplatte des Gehäuses gestellt. Der Hochtöner liegt auf dem beiliegenden Holzfuß und wird im hinteren Bereich auf das Mitteltonhorn gestellt. Die Position der beiden Hörner ist wichtig für die Akustik, sie sollten deshalb gemäß Zeichnung platziert werden.

Bedämpfung

Siehe Zeichnung

Zuschnittliste für 1 Box

Teile
Maße (mm)
Anzahl
Material: 19 mm MDF oder Spanplatte
Deckel und Boden
688 x 508
2
782 x 380
1
Rückwand
782 x 280
1
Hintere Seitenwand
782 x 283
2
Mittlere Seitenwand
782 x 150
2
Vordere Seitenwand
782 x 212
2
Seiten Reflexkanal
91 x 79
2
Oberteil Reflexkanal
91 x 342
1
Eckversteifungen
80 x 294
4
Versteifung
105 x 444
1
Versteifung
100 x 782
2
Seitenleisten
50 x 782
2
Sockelplatte
630 x 450
1

Gehäusezeichnung

Frequenzweiche

Hornposition

Presse

Auszug aus Image HiFi (MK II)

Die Monitor 890 MK II hat den idealerweise nicht zu kleinen Hörraum auch bei leiseren Pegeln souverän im Griff. Das ausgezeichnete Mitteltonhorn läßt beispielsweise Gesangsstimmen oder Naturinstrumente bei voller Durchzeichnung ohne jede Giftigkeit erklingen. Die ganze Skala tonaler Feinheiten wird für ein Hornsystem frappierend differenziert aufgelöst, zudem mit einer Klarheit und dynamischer Kontur, die weniger effizienten Wandlern fehlt. Erfreulicherweise läßt sich auch das Hochtonhorn bei geschickter Pegeleinstellung nicht als Fragment heraushören und integriert sich ansatzlos in das phänomenal durchsichtige Klangbild. " Die Kombination aus purer Kraft und feingeistigen Manieren macht deshalb für mich die besondere Anziehungskraft der Monitor 890 MK II aus."

Testurteil: ausgezeichnet

Auszug aus Stereo (MK II)

... was dieser untersetzte Bolide an Baß in den Hörraum stampft, läßt einiges von dem, was man sonst so gewohnt ist, mit einem Mal deutlich müder erscheinen. Präzise, aber mit ungeheurer Kraft knallten und krachten uns die Impulse nur so um die Ohren. Man zuckt regelrecht zusammen. Dabei übertreibt die Visaton keineswegs, tatsächlich ordnet sich der Tieftonbereich sehr gut ins Klangbild ein, pumpt vor allem nicht mühsam hinterher. Der Hochtonbereich kommt luftig und mit hoher Feinauflösung. Schnelligkeit und Plastizität des Hochtonhorns sind spitze, auch die Raumabbildung gelingt. "Die Monitore 'können' Discomusik genau so brachial und knackig, wie sie sein soll, lassen wahlweise mit Pink Floyd oder Orgelmusik solideste Burgmauern erzittern und trotzdem ist es durchaus ein Genuß, mit ihnen auch einmal einer Sinfonie zu lauschen. Die Gratwanderung zwischen HiFi- und Profi-Lautsprechern scheint geglückt." "Visatons Monitore sind mehr als 'nur' Gute-Laune-Boxen. Bei ihnen verbinden sich horntypische Stärken wie Schalldruck und Temperament auf harmonische Art und Weise mit Klangfarbentreue und Allroundtauglichkeit - super!"

Testurteil: exzellent

Auszug aus Klang & Ton (MK II)

Den benötigten Platz und einen toleranten Lebenspartner vorausgesetzt, können wir dieses Kleinod großer Boxenbaukunst jedem Liebhaber fetzigen Gitarrenrocks bis hin zu einfühlsamen Rythm & Blues wärmstens ans Herz legen. Obwohl der Monitor auch bei klassischer Musik und kleinem Pegel nicht versagte, liegt seine große Stärke eindeutig in der exzellenten Darstellung live-haftiger Ereignisse, temperamentvoll, dynamisch, gut.